#24 Siggi von der Heide ist Hüttenwirt, Entertainer und Seelsorger zugleich

Shownotes

Auf Siggis Hütte in Willingen heizt der Gastwirt Siegfried von der Heide seit 1977 die Stimmung an. "Wenn ich da oben bin, dann gebe ich immer Vollgas. Auch heute noch. Und zwar gerne. Das merkt der Gast - das überträgt sich sofort." Auch nach mehr als 60 Jahren in der Gastronomie begeistert es ihn, für die Gäste alles zu geben. Im Gespräch mit WLZ-Redakteurin Steffi Rösner schildert er, wie alles anfing und was ihn bis heute antreibt.

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00:00:02: Ein Leben für die Gastronomie.

00:00:04: Segi von der Heide liebt seinen Beruf und gibt noch immer Vollgas, wie er sagt.

00:00:09: Seit Jahrzehnten ist er weit über die Region hinaus dafür bekannt.

00:00:13: Der Gastwirt empfängt seit siebenundvierzig Jahren Gäste auf der Edelsberg-Kütte in Willingen.

00:00:18: Diesmal ist er zu Gast – zu Gast bei unserem Podcast Erzählmodus.

00:00:22: Wie fing eigentlich alles an?

00:00:24: Und was macht Segi so einzigartig?

00:00:28: Wir waren dann einen Donnerstag auch hier und waren dann noch im Edlsberg Und mit den Kindern, und da oben gab es nichts.

00:00:37: Also wahrscheinlich einen schlechten Tag erwischt oder was weiß ich?

00:00:40: Also Donnerstag war vor Leihnam ...

00:00:42: Keine Gastronomie!

00:00:43: War nix los.

00:00:44: Die Gastronomie war zwar da aber gab wirklich nur Fanta im Flaschen, Bier in den Flaschern oder... Aber das wäre schon sehr dünn.

00:00:53: Ja.

00:00:54: Dann habe ich meine Runde gemacht und dann abends oder gegen Abend zu meinem Bruder in die Wirtschaft Lässt man natürlich auch schon mal ein Spruch los und sagt, das ist kein Aushängeschild für euch.

00:01:08: Und da waren zwei Leute vom Aufsichtsrat da drin und die haben dann gesagt, ja mach du's doch!

00:01:17: Da mussten sie nicht lange überlegen?

00:01:19: Ja, da hab ich gesagt können wir drüber reden.

00:01:21: In meinem Wortschritt gab es fast gar keinen Nein.

00:01:28: Nächsten Tarif mit einer von dem Aufsichtrat, immer war das dein Ernst.

00:01:33: Ja, ich sag.

00:01:34: Verständlich war das meine Ernst.

00:01:36: Wir müssen uns mal zusammensetzen.

00:01:39: Na ja, nach einem halben Jahr haben wir da oben richtig Vollgas gegeben.

00:01:44: Sauerland-Stern war gerade zwei Jahre gebaut die Direktion.

00:01:49: Da gab es auch keinen ein.

00:01:51: Alles super junge tolle Leute, die was wollten.

00:01:55: Was heißt sie haben Vollgas gegeben?

00:01:57: Was haben Sie dann angeboten?

00:01:58: dass es so gut lief?

00:01:59: von Anfang

00:02:00: an Erst mal das Herz.

00:02:05: Das kann man gar nicht so beschreiben, man muss dann das testen und selber direkt die Linie finden.

00:02:13: Dann gab es da oben wie gesagt in Verbindung mit dem Stern am Europa Müller Reisen Hafermann alle Unternehmen.

00:02:23: Die Reiseveranstalter?

00:02:26: Jede Messer.

00:02:26: sind wir gefahren nach Holland.

00:02:30: Wir

00:02:31: haben kräftig die Werbetrommel

00:02:33: gerührt.

00:02:33: Und dann immer mit meinem Schlauch?

00:02:35: Ja, vielleicht können Sie das nochmal erläutern.

00:02:37: Was hat es mit diesem Schlauchen auf sich?

00:02:39: Das Sie kennen hier überhaupt nicht!

00:02:41: Sie sind übrigens von... Wie hätte das da oben machen müssen eigentlich auch für

00:02:45: Hütte?!

00:02:46: Das Gespräch hätten wir auf der Hüte führen müssen aber...

00:02:48: Dann hätten wir mal rumgelädt und Ihnen das mal gezeigt wie das geht.

00:02:52: Ich habe das in

00:02:53: einem Video gesehen, wie sie da blasen, genau.

00:02:58: Das ist ein Aufsatz Und der Trompete, das Mundstück?

00:03:02: Ja.

00:03:02: Da ist ein Schlauch

00:03:03: mit einem Trichter.

00:03:05: Das ist so geboren ... Dambokor, Panpare und der Dambomagio hat uns immer die Lippenstraf machen wollen.

00:03:17: Immer so ein Stück Schlaucht in der Tasche und immer

00:03:22: üben,

00:03:22: üben.

00:03:24: Na ja, wenn dann mal so ein Bier getrunken wird.

00:03:26: Dann wird auch mal was anderes ausprobiert, Mundstrich drauf, aber man hört sich schon besser an.

00:03:31: und dann haben wir das länger gemacht und hörte sie nur besser an.

00:03:35: Wir haben uns einen Trichter draufgemacht und dann war da immer die Trompete geboren und dann habe ich jedes Jahrzehnt-Signal draufgeblasen zum Beispiel oder eben durch die Palliäre in Aarhus.

00:03:49: alle zu Hause waren auch ein bisschen in der Richtung beeinflusst.

00:03:54: Und wie kam es dann, dass Sie Ihre Gäste damit unterhalten haben?

00:03:57: Ja sie stellen ja richtig schwere Fragen.

00:04:00: Dafür bin ich da!

00:04:02: Das macht man einfach... Da geht man drauf zu wenn man davon überzeugt ist und wenn man dann Happy Birthday spielen kann oder so etwas und man kann das dann auf dem entsprechenden Gast zeigen dann kommt das auch an.

00:04:17: Ja, aber nicht jeder Gastgeber hat diesen persönlichen Draht zu den Gästen.

00:04:22: Das ist Ihnen scheinbar liegt ihnen im Blut dieses

00:04:26: Teilen?

00:04:26: Das macht gut sein!

00:04:27: Meine Eltern hatten ja früher schon den Gast hätte.

00:04:29: Ich habe mir nie Gedanken drüber gemacht, schlauch oder nachher.

00:04:40: genauso als Alp-Horn, wie das geboren wurde... Da war ich ja schon zehn Jahre hier, elf Jahre.

00:04:47: Das Alporn.

00:04:49: Als die Alpernässe

00:04:51: dann ...?

00:04:51: Überhaupt das Alphorn, dass es nach Willingen kam.

00:04:54: Mein Schwager ist in Zürich verheiratet und er hat der Bruder und die hatten uns den Alporen geschenkt.

00:05:02: aber ein kurzes, das wussten wir gar nicht so genau, Die Alperne, die Länge bestimmen den Ton.

00:05:10: Ja.

00:05:10: Das Kurze, das bar B gestimmt Also ähnlich wie ein Yachthorn.

00:05:16: Und da gibt es Längen, also Fiss und Gess.

00:05:19: Wir spielen dann so S-E-S unserer Gruppe.

00:05:25: Das ist so passiert dann... ...Bilford Gess war hier leider mit... ...Ninzeundneunneunzig verstorben.

00:05:34: Unser Gunnusmitglied hier.

00:05:36: Und wir sind dann mit dem Klaus Helbig nach in die Schweiz gefahren... ...und haben uns dann Alper noch.

00:05:43: kaufen wollen oder auch gekauft.

00:05:46: Und der Leiter der Düdinghauserblaskapelle Bernd Eikoff, den musikalischen Leiter von uns und er hat uns dann natürlich die dementsprechenden Feinheiten beigebracht.

00:05:57: und so sind wir dann angefangen.

00:06:00: Alper anzuspielen?

00:06:01: In

00:06:01: den Neunzehn und Achten, achte ich gekauft, in den Neuen und Achten wurde es dann immer mehr.

00:06:04: und dann haben wir eine Kirche gemacht.

00:06:06: Wir fingen ganz klein an hier in der evangelische Kirche.

00:06:13: Ich glaube, ich habe mir dann einen festen Termin ausgesucht.

00:06:18: Wo wir dann immer den letzten Sonntag im August die Alpermesse machen.

00:06:22: Und das war auch von Anfang an Publikumsmagnet?

00:06:28: Unbedingt!

00:06:29: Aber es ist natürlich so, dass es wie bei allen ... Wenn kein Motor da ist, hätte er nicht ständig für Arbeit.

00:06:37: Das ganze Jahr gewonnen.

00:06:38: Alper-Messe zwar letzten Sonnte am August aber...

00:06:43: Segis Hütte hat an sieben Tagen pro Woche geöffnet.

00:06:46: Sind Sie auch zeitweise an siebendagen pro Woche dort oben gewesen?

00:06:50: Immer, wir waren zusammen!

00:06:52: Die Hütten haben so viele verschiedene Facetten... Das kann sich keiner glauben.

00:06:59: Das ist mehr als nur Partytourismus?

00:07:03: Da gab es überhaupt kein Partyturismus.

00:07:07: Also lustig und sehr verständlich Aber das gab es kein Braus, da gab's doch alles gar nicht.

00:07:14: In den Anfängen?

00:07:15: Ja, kann man hier nachlesen.

00:07:17: Echtziger

00:07:18: Jahre?

00:07:19: Ja.

00:07:19: In welcher

00:07:22: Zeit?

00:07:22: Neunzehn oder neunundachtzig.

00:07:23: Wir haben also zehn Jahre, sieben Siebzig, haben wir hier angefangen.

00:07:29: Okay und das kommen ja nach wie vor Wanderer, Radfahrer... Aber auch Menschen, die einfach feiern wollen oder die eine Erbsensuppe

00:07:37: essen wollen.

00:07:38: Der Samstag ist eben, da sieht man den Querschnitt der Gesellschaft und das hat eben so dass dann natürlich auch Gruppen kommen und die dann auf so einer Schiene irgendwo sich betätigen wollen.

00:07:54: Die Hütte, die lernt man am besten kennen wenn man mit verschiedenen Menschen spricht.

00:08:01: Ja, wenn man auch jetzt für die Presse... Da fand ich immer toll, dass nicht die Leute gekommen sind.

00:08:09: Das ist auch ein freister Rische oder dieses.

00:08:12: In der Beziehung haben wir nämlich kein Gas gegeben.

00:08:15: Wir haben immer versucht einen flachen Ball zu spielen und das ist uns gut bekommen.

00:08:21: Und wie gesagt gerade da, weil man das in der Woche mal sieht, als wir angefangen haben, da hatten wir drei Kellner haben jeden Tag ein anderes festes Gericht gehabt.

00:08:36: Meere gerichtet, aber jeden Tag einen anderen Eintopf gehabt bis dass sich das nachher auskristallisiert hat, dass wir gesagt haben so wir machen nur noch diese Schiene und nur noch... Aber Qualität muss super top sein!

00:08:49: Und das ist das was wichtig ist.

00:08:51: Und dann hat sich das ebenso rauskristallsiert wie es heute ist.

00:08:57: Denn da kommen mit einem schlafen bei zwanzig Leute Und dann kommt auch mal gar keiner.

00:09:03: Zwei, drei Stunden oder auch mal ein Tag.

00:09:05: Oder wenig!

00:09:07: Da muss man ihm reagieren und es muss ja immer... Die Ware muss dementsprechend da sein und muss trösch sein.

00:09:15: Ich denke mir dass wir das heute sehr gut im Griff haben.

00:09:18: Hauptsächlich auch mein Sohn inzwischen.

00:09:20: jetzt ist da ganz wahnsinnig.

00:09:22: Das kann man mit drei in acht sich nicht mehr so.

00:09:25: Ich kümmer mich dann um den Gast wenn er da ist weil ich sehr viel auch kenne.

00:09:30: Aber das Gesamte könnte ich gar nicht mehr machen.

00:09:33: Das wäre unmöglich.

00:09:35: Ich bin gerne im Hintergrund und trotzdem im Vordergrund, aber es tut ja nicht weh.

00:09:45: Der Betrieb ist längst an Ihrem Sohn übergeben

00:09:48: worden.

00:09:49: Wie oft wird Ihr Sohn danach gefragt?

00:09:51: Ob denn der Segli auch

00:09:52: da ist?

00:09:53: Sehr oft!

00:09:55: Das geht auch manchmal auf den Nerven wahrscheinlich.

00:09:58: Der lässt sich nichts anmerken, aber als der damals eingestiegen ist bei uns, da sind die Gäste ja auch, die vielen Stangen saugen mir.

00:10:07: Aber du bist natürlich sein Sohn!

00:10:10: Du musst doch genauso ein Blas machen oder tun machen.

00:10:13: Und das geht doch gar nicht.

00:10:14: Da kriegt man so einen Hals... Nein,

00:10:17: jeder ist anders.

00:10:18: Jeder ist anders und er ist auch gut so.

00:10:21: Aber sie sind nach wie vor trotzdem oft noch auf der Hütte.

00:10:24: Pauli kann, wenn jemand da ist, der sich um meine Frau bekümmert, bin ich da oben und man sprecht sicher ab, dass ich dann auch schon beim besonderen Aktionen dabei bin.

00:10:38: Genau!

00:10:39: Und wird von ihnen erwartet das ja bei einer Polonese mitmachen oder schon mal mitfeiern?

00:10:44: Oder die Leute auch mal mitanimieren zum Mitzingen vielleicht?

00:10:51: Also... Wenn ich da bin, da oben, dann gebe ich immer Vollgas.

00:10:58: Auch heute noch und gerne!

00:11:01: Und das merkt der Gast überdreht sich doch sofort... ...und was versteht man unter Mitfeiern jetzt?

00:11:08: Ja, sehr verständlich stecke ich sehr oft das Feuer an.

00:11:14: Bei den Schnäppsen oder welches...?

00:11:16: Da

00:11:16: ist auch das Feuer aber in Menschen an.

00:11:20: Und ich laufe nicht weg, weil es brennt.

00:11:23: Ich weiß nicht, ob Sie das so sehen.

00:11:25: Ja.

00:11:25: Schön!

00:11:25: Das ist

00:11:26: sehr sympathisch.

00:11:28: Ja, aber das ist doch... Wenn man, wie gesagt jetzt, sieben-vierzig Jahre inzwischen da ist, dann hat man doch so viele Dinge erlebt und erleben dürfen.

00:11:44: Freudige, traurige, was mir die Leute anvertraut haben Gerade so auch speziell in der Woche, Samstags ist das ja gar nicht möglich.

00:11:55: Das hat sich so entwickelt... Auch das gefällt ja nicht jeden wie es hier geht und wir versuchen da auch das zu bremsen eigentlich samstags.

00:12:09: Wir machen oben um halb vier Uhr damit das zu, wo man richtig Gas geben könnte doch.

00:12:15: Aber das wollen wir nicht.

00:12:17: also schön heu-wegig

00:12:19: hin.

00:12:19: Soll noch alles unter Kontrolle bleiben?

00:12:21: Das versuchen wir ja.

00:12:22: Wenn mir da aufmachen würden bis sechs oder was weiß ich, gäbe es nur Theater.

00:12:27: Sind sicherlich viele Freundschaften auch entstanden mit Stammgästen?

00:12:32: Nicht zu beschreiben!

00:12:35: Nicht zu beschreiben, was ich da, was wir an Briefen... Ja das kann man gar nicht beschreiben und aufzählen.

00:12:44: Lässt ihn nicht aufzähln.

00:12:46: Das ist ja eine wahnsinnige Wertschätzung auch Wenn man mit den Leuten so einen herzigen Kontakt hat und ehrlichen Kontakt hat, wo man vieles erzählt kriegt.

00:13:03: Und wie gesagt auch sehr traurige Sachen in der Partnerschaft tot.

00:13:13: Also schlimm!

00:13:15: Und trotzdem kann man ja immer versuchen oder haben wir versucht wirklich auf den Menschen immer einzugehen und immer mitzufühlen Denn das hat uns ja mitwege getan, wenn man sich so gut kennt.

00:13:33: Das ist ja kein Gast der nur die meisten Gäste zu uns kommen.

00:13:37: Das sind keine Gästchen, die einmal... Sieh mal damit, dass sie auch mein Motto ein Gast der einmal zu dir kommt und nützt ihr nicht.

00:13:45: Der muss immer wiederkommen!

00:13:46: Also sie müssen nicht nur Getränke ausschenken und Essen servieren sondern im Prinzip auch bis

00:13:53: sie um

00:13:54: psychische Hilfe leisten.

00:13:55: Das unbedingt!

00:13:57: Unbedingt, unbedingt.

00:13:59: Psychische Hilfe unbedingt!

00:14:02: Da ist was dran.

00:14:03: Kommen

00:14:04: die Menschen in die Gastwirtschaft um sich abzulenken... Selbstverständlich.

00:14:08: ...in Gesellschaft zu sein

00:14:10: und auszukommen

00:14:11: aus dem Alltag vielleicht Hoffnung zu schöpfen oder Gespräche zu

00:14:15: führen?

00:14:16: Ja aber ich kann mal sagen wie gesagt muss irgendwie das Gleiche sein.

00:14:20: wenn man was wir den Gästen gegeben haben und zwar wir beiden das ist hunderttausendfach zurückgekommen in Form von Geld alleine.

00:14:30: Das hört dazu.

00:14:33: Deswegen ist es für Sie nicht nur ein Beruf gewesen oder immer ein Beruf, sondern eine Berufung und ihr Leben haben

00:14:41: sie vernietet?

00:14:42: Das brauche ich gar kein sagen!

00:14:46: Wenn ich da oben samstens hochkomme und einmal nur da durchgehe dann ist das schon ... Ich müsste so einen Pop-Menschen machen lassen, zum Fotografieren.

00:15:00: Aber selbst Samstagsdamm sind immer so viele Hochgeräte dazwischen.

00:15:07: Was meinen Sie damit?

00:15:09: Hochgeräter heißt die selber im Stress und wenn sie nur

00:15:13: mal abschalten

00:15:15: wollen... Und das hört psychologisch einfach auch dazu wo einen gar nicht unbedingt immer eine anquatscht oder... also, wo man auch mal zugucken kann nur.

00:15:29: Waren Sie schonmal samstags da oben?

00:15:31: Ehrlich gesagt nein!

00:15:33: Waren sie schonmal in der Woche da?

00:15:34: Ja!

00:15:35: Wann?!

00:15:36: Och das ist schon ewig ja wahrscheinlich mal als ich Skifahren

00:15:40: war

00:15:44: und dann sind wir eingekärt und haben Erbsensuppe bestellt.

00:15:49: Nehme mir immer vor, natürlich möchte ich auch mal Samstags aufs Regis Hütte.

00:15:52: Aber irgendwie fahren dann nur die Männer hin?

00:15:57: Das ist ja auch wieder falsch.

00:15:59: Ich merke bei Ihnen sie schieben das so in eine Richtung ... Nein, ich habe mich vielleicht gefroren.

00:16:08: Ich muss es selber erleben.

00:16:11: Man muss es selbst sehen und da muss man einfach einmal kommen.

00:16:16: Kann ich ihn nur empfehlen!

00:16:18: Wirklich?

00:16:18: Ja.

00:16:19: Aber Sie sind ja beliebt bei den Gästen und wahrscheinlich werden sie sehr häufig gefragt, ach komm Segi trink mal einen mit

00:16:28: uns!

00:16:29: Und wo ist der Problem?

00:16:30: Nee

00:16:32: ich frage nur sagen Sie da auch oder gibt es da auch mal Situationen wo Sie sagen jetzt ist das Maß voll?

00:16:40: Ich habe Ihnen doch vorhin schon am Anfang gesagt In meinem Sprachschatz gibt es keinen Nein.

00:16:45: Das ist höchst gefährlich, ne?

00:16:49: Darum sage ich ja, dass sich so lange mit mir aushält diese vielen Facetten von solchen Menschen auch.

00:16:56: Ja, total Nüchtern auch mal besoffen auf Deutsch gesagt.

00:17:04: Aber jetzt sind sie gerade nüchternd denke ich mal.

00:17:09: Jetzt sind Sie trotzdem... Sie glaubt, ob ich jetzt gerade nüchtern wäre.

00:17:14: Ich denke, bei

00:17:15: mir gibt es ja kein Alkohol raus.

00:17:16: Genau!

00:17:16: Ich gehe davon aus, dass sie nüchternd sind und sie sind trotzdem gut drauf.

00:17:19: Es ist einfach ihrnaturell.

00:17:20: Da brauchen Sie nicht einen Mitriegen mit

00:17:22: Ihrer Geld.

00:17:22: Ach Gott, das will ich.

00:17:24: Ihr braucht nicht zum Antören?

00:17:25: Ja.

00:17:26: Nein nein also dann ist es vorbei.

00:17:29: Dann ist es vorbeig.

00:17:30: Wenn Sie was brauchen, Stoff oder irgendetwas, egal was, dann können Sie einpacken.

00:17:37: Die Umgebung selbst und die Gäste geben Ihnen schon dieses Wohlbefinden.

00:17:43: Ich

00:17:43: gebe den Gästen das als Allererstes, und dann kommt zurück.

00:17:49: Und dann kommt selbst Samstags

00:17:50: zurück

00:17:52: wenn es so voll ist.

00:17:54: Da kommen heute eine dritte Generation.

00:17:57: Ja da kommen junge Leute, können wir mal ein Foto machen für der Oma?

00:18:03: Für meine Oma soll ich dir schöne Grüße bestellen.

00:18:06: Und dann werden Selfies

00:18:08: gemacht.

00:18:09: Zum Beispiel?

00:18:09: Ja,

00:18:10: wenn Sie da mit Ihrer Schleudertrompete unterwegs sind ... Sind sie ja wie

00:18:13: so ein kleiner Star vermutlich

00:18:15: oder

00:18:15: ein großer Star?

00:18:16: Stehen Sie auch gerne

00:18:17: im Kampenlicht?

00:18:19: Wir haben uns selber nie so wichtig vollgenommen und darum sitzt es auch da oben der Generaldirektor neben den Straßenkehrern.

00:18:28: Wenn ich aufzählen würde was dafür Stare in Anführungsstrichen... Super Leute!

00:18:36: bei uns ganz normal als Gast.

00:18:39: Okay, und vielleicht können Sie trotzdem mal Beispiele nennen?

00:18:43: Welche Berühmtheiten sind da gewesen?

00:18:46: Da spricht man nicht rüber!

00:18:48: Aber

00:18:50: es sind sehr viele Politiker ... die natürlich auch ohne Wahlkampf da waren.

00:19:03: Garantieren sie nicht kennen Scholz Damals Verteidigungsminister.

00:19:09: in all den Jahren hat man jeder Ministerpräsident, ob das jetzt der Boris Rhein war zur letzten Alphamesse auch da.

00:19:19: Dann hat man ein Verhältnis bekommen mit dem Einzelnen und der eine sagt es den anderen.

00:19:25: Ja, es spricht sich rum.

00:19:30: Der Fürst ist ja regelmäßig immer der Der Schirmherr, der Veranstalter gewesen.

00:19:35: Jetzt ist es der Prinz.

00:19:37: Aber wir haben schon immer mit dem Fürstenhaus den Aarholzen vor diesen sieben, vierzig Jahren hier sehr nah in Kontakt gehabt.

00:19:45: Ich kann mich erinnern als ich auf der Hütte war hatte ich Bilder gesehen und Zeitungsausschnitte Sie mit berühmten Gästen eben vielleicht Schlagerstars oder Filmstars.

00:19:55: können Sie dabei viele nennen?

00:19:56: Ist Ihnen da jemand besonders in Erinnerung geblieben?

00:20:00: Alle eigentlich!

00:20:03: Wenn Sie auf die Hütte kommen, dann sehen Sie das.

00:20:06: Wir haben keinen zu großen Stellenwert eingeräumt.

00:20:10: Ja.

00:20:11: Weil ... Die Hütter ist einfach so schön mit diesem breiten Spektrum, was wir haben.

00:20:20: Gibt es kein First-Class?

00:20:22: Nein!

00:20:22: Viele Leute sagen in diese Ecke, sie können nicht diese Ecken haben.

00:20:26: Das ist doch eine Wippecke.

00:20:28: So kommen die.

00:20:30: Aber uns gibt es keine Wippecke.

00:20:33: Im Winter ist das für die langläufer reserviert, spezielle Langläufe, die nass ankommen.

00:20:41: Sie können natürlich nicht draußen ... Die kommen samstens auch nicht rein!

00:20:44: Dann gehen die Dürre um und kennen den Weg.

00:20:47: Und dann kommen sie da hoch und ziehen sich trockene Sachen an.

00:20:51: im Sommer sind dass sie Fahrradfahrer.

00:20:55: Das muss denen erst immer helfen.

00:20:57: Und dann gibt es meistens die berühmte Erksensuppe.

00:21:00: Was hat's damit auf sich?

00:21:02: Warum diese Erksendsuppe im Trinkglas?

00:21:05: Das ist so geboren, wenn sie da oben war und Sie kennen Skiloffer, dann wissen Sie wie das eine Wochenende in den Bergen egal wo es aussieht.

00:21:16: Dass man wie ein Heringter steht und dann kann man sich vorstellen... Dann kommen Gruppen, zwanzig Erbsensuppen Und fast jedes Mal gab es Diskussionen, wir haben ja siebzehn.

00:21:29: Ja.

00:21:31: Ich weiß nicht wie ich auf die Idee gekommen bin, aber das sind andere Biergläser, wie wir Bier verkaufen.

00:21:35: Das ist ja klar.

00:21:36: Aber da sind diese Humpen, die halben Liter grühe und dann passen zwölf Stück auf ein Tablett.

00:21:44: Hier habt ihr zwölfsuppe!

00:21:47: Dann haben Sie nur noch fotografiert, die Leute ... Und das

00:21:52: kann man gut tragen?

00:21:53: Selbst schickte mir der Der, wie heißt der den?

00:21:58: Bundesdachs Abgeordnete fällt mich gleich da ein.

00:22:02: Der schickte mir aus dem Bundestag ein Foto wie einer mit einem Tablett, mit Erden, mit einem Bierglas und mit zwei Würsten drin.

00:22:12: Serviert wird im Bundestag!

00:22:13: Okay, haben Sie es nicht patentieren lassen?

00:22:18: Wir haben alles ganz normal gehandhabt.

00:22:21: Und er schrieb dann... Alles gucken Sie sich ab.

00:22:28: Und jetzt am Sonntag wird die Alpernmessisch wieder mal stattfinden, freuen sie sich immer noch darauf?

00:22:35: Ja, dass mein Stecken fährt und dann gebe ich alles für.

00:22:39: Das weiß auch jeder.

00:22:41: Jeder, der da hinkommt, weiß das, dass ich da alles vergebe um mich zu reißen dafür.

00:22:46: Und meine Werbung ohne Ende... Da kann man ja auch über nachlesen.

00:22:53: Die Zeitung oder die Illustrierten sieht, da kommt ja keiner dran vorbei was toll ist und was gut is'.

00:23:01: Was ist denn das Toilette und das Gute daran?

00:23:04: Das

00:23:04: kann man gar nicht beschreiben!

00:23:05: Dann muss man dabei sein und dann muss man hinkommen und dann können sie mitreden.

00:23:11: So einfach ist das.

00:23:13: Ja, das ist wirklich so!

00:23:15: Dieses ganze, dieses Fiebern was da zuhört, auch das vorher, dass es das ganze Jahr über ist Vorbereitung zur Alpernmesse.

00:23:24: Wenn zum Beispiel ein A-Rolls im Viehmarkt ist Dann fahre ich mit einem Fahrrad Mit drei vier Mann Von hier aus nach A-rollen, Donostas Heiligabend ist das heißt das Da fahr' ich... Da haben wir immer eine andere Tour, einmal über Korbach oder Höringhausen, Landau.

00:23:44: Einmal über Maasberg und so weiter.

00:23:46: Da fahren wir morgens um zehn weg.

00:23:49: Und dann kommen ... Der First ist da, da treffen wir uns mit dem First vor dem Schloss.

00:23:53: Dann werden die Zettel verteilt, das weiß ich, haben wir hier keine Liegen.

00:24:01: Das ist ein Ritual wie es immer ist!

00:24:05: Da fahren wir mit dem Fahrrad durch Aarhausen.

00:24:10: Wenn der Start ist, kriegen die Persönlichkeiten eine persönliche Einladung noch und das wissen die meisten kennen mich ja.

00:24:20: Und wenn dann dieser Film wieder öffnet wird ... Dann sind wir da oben an einem Zelt und anschließend geht es ins Schützenhaus.

00:24:32: Aber da treibt sich dann... Abholzen,

00:24:36: Waldeck.

00:24:38: Und dann machen wir den Schuss und lassen uns abholen mit Fahrrad.

00:24:41: Aber das ist nur ein Teil und egal wo wir sind die Alpermesse lebt überall mit.

00:24:49: Das ist überall dabei!

00:24:50: Wie viele Besucher werden Sie oder erwarten sie?

00:24:54: Püfstechstausend, aber das liegt natürlich ein bisschen im Wetter und ich muss ganz ehrlich sagen Es wird natürlich auch immer ein bisschen anstrengender und schwieriger, dass ich will jetzt nicht den Fuß vom Gas nehmen.

00:25:16: Diesbezüglich aber es wird schon ein bisschen... Man weiß weniger mehr.

00:25:22: Für mich ist so eine Übertragung wie wichtig das ist wenn man so hochkarriere diese zwölf Räuber die da singen.

00:25:29: Da gehen die Haare hier hoch.

00:25:36: Das sind auch die einzelnen Kapelle oder auch die Alperne.

00:25:43: Das ist wunderschön!

00:25:46: Um acht Uhr, wir fangen um halb acht schon an aber dann am Friedhof und im Acht Uhr weg von jedem Berg in Willing hier eine Gruppe.

00:25:55: Die Waller-Kapläser-Core oder Personen, wo alle sind da

00:26:01: voller

00:26:01: Kanal dabei.

00:26:03: das ist so schön.

00:26:07: Und ich freue mich, dass es so ist wie es inzwischen ist nach... ...acken zwanzig Alpern messen.

00:26:13: Das weiß ich oder dreißig schon, wenn man die Gottesdienste anfängt zu rechnen.

00:26:18: Aber ich weiß wovon ich rede als wir geheiratet

00:26:23: haben.

00:26:24: Sie kam von Schermbeck, katholisch strengkatholische Ich aus Landau Mein Vater Vorsitzender vom Kirchenvorstand in Landau Und da selbst haben sich beide Eltern auch ein bisschen versündigt.

00:26:42: Ach was?

00:26:43: Wirklich, aber darum sagen wir dann auch immer da oben dem entsprechend für Körper, dass da oben jeder zu seinem Liegenkott beten darf den er hat.

00:26:55: Ob der vergehen ist katholisch oder sonst etwas.

00:26:57: Sind Sie gläubig?

00:26:58: Jawohl und wenn wir gerade über diesen Thema sind... Schade, dass wir nicht dieses oben am Werk gemacht haben.

00:27:08: Sie müssen sowieso noch mal kommen und sich das einfach mal angucken.

00:27:11: Da gibt es ja Bilder an der Wand jetzt mal, wo zwanzig Bischöfe da oben waren.

00:27:20: Da wurden die Messer englisch und deutsch gemacht.

00:27:22: Da waren zwanziv verschiedene Bischöffel.

00:27:26: Geh ich durch Orthodoxen?

00:27:28: Also unglaublich!

00:27:31: was da transportiert worden ist.

00:27:34: Welche Jahre auf Seegesfütte sind die besten Jahre gewesen?

00:27:37: Jedes Jahr war das Beste, jedes Jahr war es das B beste!

00:27:43: Wir haben da oben so viele Leute behauptlich immer wieder in die Kirche bekommen, die vorher weggelaufen sind.

00:27:51: Und auch diese Pasteure, die da alle mitgespielt haben, auch besonders die Catholicen dafür gesäucht haben ... Das rüberkommt zu den Leuten.

00:28:09: Ja, sonntags sind die Kirchen teilweise ziemlich leer.

00:28:13: Sie können ja nicht jeden Sonntag so eine Veranstaltung organisieren?

00:28:18: Nein!

00:28:19: Was wir am Anfang da erleben haben auch mit... was dies damit betrifft, dass sich die katholische Schwerse getan haben.

00:28:28: Wir müssen hier unten ein Messer anbieten, obwohl gar keiner kann.

00:28:32: Und bis das wir die alle mal so weit hatten, dass sie alle mit einer Zunge sprechen.

00:28:38: Ja.

00:28:39: Jedes Jahr war es schön.

00:28:41: Jeder Tag war der schönste Tag.

00:28:43: und hier gibt's auch einen Tag, wo man fünf Jahre sein lassen muss.

00:28:49: oder muss dann nicht mal eine gute Art an den Leuten auslassen?

00:28:54: Dem Gastrogewerbe geht es allgemein nicht besonders gut, was auch auf den Fachkräftemangel zurückzuführen ist zum Teil.

00:29:01: Und die Corona-Pandemie hat ja übriges getan.

00:29:05: Was empfehlen Sie Kollegen?

00:29:07: Anderen Gastwirten einfach diese Leidenschaft mitzubringen...

00:29:12: Das auf jeden Fall!

00:29:13: Aber das gibt's ja heute nicht mehr.

00:29:14: Sie brauchen dann ein Team und so eine Frau wie ich habe, gibt es nicht nochmal.

00:29:22: Die gibt es heute wirklich nicht mehr Die Bedingungslos, so viel Jahrzehnte.

00:29:30: Wir haben einen Trau- spruch der heißt einer Trag des anderen Last und das ist wirklich so.

00:29:37: Sie sind immer ein Team gewesen sie haben einander geholfen mit angepackt beide.

00:29:42: Also keiner kam sich zu wichtig vor.

00:29:46: Ich kann mich nur wiederholen wenn meine Frau in Landau schon geleistet hat was die in der Küche geleistete auch in Aarhausen.

00:29:55: Das ist nicht zum Schreiben.

00:30:01: Und trotzdem standen eher immer sie selbst im Mittelpunkt?

00:30:04: Ja, aber das ist hin.

00:30:05: Man darf sich auch selber nicht so wichtig vorkommen.

00:30:10: Gab es auch mal ein Pressebericht über Ihre

00:30:12: Frau in Ihrem Garten?

00:30:13: Ja.

00:30:14: Aber wenn

00:30:15: dann ...

00:30:16: Nein, nein!

00:30:19: So wie jetzt.

00:30:20: Interviews waren und Gespräche waren, Aber sonst hat sie schon sehr viel, wie soll ich mal sagen?

00:30:31: Die hat immer zurückgesteckt.

00:30:32: Ja,

00:30:33: die hat immer im Hintergrund

00:30:35: gearbeitet.

00:30:38: Und das kräftig!

00:30:40: Gut, ich würde sagen wer Sie treffen möchte oder wer einmal die Hütte erleben möchte, dass Flair und die Atmosphäre auch bei der Alpernmesse, der sollte einfach dringend mal vorbeikommen.

00:30:52: Ja, vorbei mit sich.

00:30:53: Da muss reinkommen.

00:30:54: Aha!

00:30:55: Mittendrin steht nur dabei.

00:30:57: Ich bin ja auch keiner der jetzt nur Show macht für Leute und nur hier Quarkack gemacht, sondern ich bin wie ich bin.

00:31:08: Und das werde ich auch nicht ändern, wenn ich ein Jahrmaßen fit bleibe.

00:31:13: Sie haben sich nie verbiegen lassen?

00:31:16: Alles in allem war es eine sehr tolle Zeit.

00:31:19: Mit dir und auch mit den Gästen wird alles einmalig.

00:31:26: Was auch, das muss man

00:31:27: schon sagen!

00:31:27: Dann hat der liebe Gottesgut mit Ihnen gemeint?

00:31:30: Ja auf jeden Fall.

00:31:34: Ich habe immer nur versucht nach vorne zu gucken nicht nach hinten.

00:31:39: Schönes Motto.

00:31:41: Vielen Dank für das Gespräch.

00:31:44: Dafür nicht

00:31:47: Erzählmodus, dieser Podcast ist eine Produktion der Waldeckischen Landeszeitung.

00:31:52: Wir freuen uns über Feedback.

00:31:54: hinterlasst doch gerne Kommentare, bewertet den Podcast und abonniert ihn oder schreibt eine Mail an lokalredaktion at wlz-online.de.

00:32:03: Vielen Dank fürs zuhören!

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